Kreditkarte, Dispo & Ratenzahlung – Konsumkredite im Vergleich

Wann macht welche Kreditart am meisten Sinn? Und in welchen Situationen solltest du lieber die Finger davon lassen?

25. Juli 2022

Mann draußen mit Handy

Als Verbraucherin oder Verbraucher hast du zahlreiche Möglichkeiten, einen Kauf zu finanzieren – auch wenn dein Erspartes dafür im Zweifel nicht reicht: Sei es über eine Kreditkarte, den Dispo oder eine Ratenzahlung. Aber wann macht welche Kreditart am meisten Sinn? Und in welchen Situationen solltest du lieber die Finger davon lassen? Wir klären auf und starten mit den Basics.

Die Kreditkarten-Basics

Sie steckt neben der Girokarte ganz selbstverständlich bei vielen Menschen im Portemonnaie oder mittlerweile auch digital im Wallet auf dem Handy: die Kreditkarte. Sie wird zu den verschiedensten Anlässen gezückt, wie zum Beispiel im Urlaub, aber auch zu Hause im Alltag beim Wocheneinkauf, bei der (digitalen) Shoppingtour oder im Restaurant.

Wichtig beim Thema Kreditkarten: Es gibt Unterschiede, die du kennen solltest, bevor das praktische Plastikgeld zum Einsatz kommt. Insgesamt gibt es in Deutschland [drei Arten von Kreditkarten](drei Arten von Kreditkarten): die Prepaid-Karte, die Charge-Kreditkarte und die Revolving-Kreditkarte. Eine Debitkarte ist keine Kreditkarte – auch wenn sie oft den Anschein macht.

Ein entscheidender Unterschied bei diesen Kreditkartentypen: Nur bei der Charge- und Revolving-Kreditkarte besteht das Risiko in die Schuldenfalle zu geraten. Daher schauen wir uns diese beiden Karten etwas genauer an.

Der Vorteil der Charge-Kreditkarte liegt erst einmal auf der Hand: Das Geld wird nicht direkt nach der Zahlung von deinem verknüpften Girokonto abgebucht. Die Umsätze werden über den gesamten Monat gesammelt und es folgt am Ende des Monats oder im kommenden eine Abrechnung – du leihst dir also den Monat über das Geld bei deiner Bank. Für diesen Service fallen in der Regel keine Gebühren an, auch wenn viele Anbieter eine jährliche Grundgebühr für die allgemeine Nutzung der Kreditkarte verlangen. Sollte das verknüpfte Konto jedoch nicht ausreichend gedeckt sein, musst du teure Überziehungszinsen zahlen.

Für die Revolving-Kreditkarte musst du kein extra Girokonto eröffnen und du kannst die Umsätze einfach über dein aktives Konto laufen lassen. Das ist aber nicht der einzige Unterschied: Bei den revolvierenden Kreditkarten hast du die Möglichkeit, die Kreditkartenabrechnung in eine Ratenzahlung umzuwandeln. Doch genau dieser finanzielle Spielraum hat meistens einen stolzen Preis. Bis zu 20% Zinsen rufen Anbieter für diese Flexibilität auf – so lange, bis du den Gesamtbetrag begleichst.

Wichtig zu wissen: Bevor du überhaupt eine Kreditkarte dein Eigen nennen kannst, wird deine Zahlungsfähigkeit, die sogenannte Bonität geprüft – also mit welcher Wahrscheinlichkeit du deinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen wirst. Diese Prüfung erfolgt über die Schufa, die den Antrag auf und den Besitz einer Kreditkarte registriert. Daher solltest du niemals zu viele Kreditkarten beantragen. Das kann sich negativ auf deinen Schufa-Score auswirken.

Die Dispo-Basics

Wenn es zum Ende des Monats einmal knapp wird mit dem Geld, kommt häufig der sogenannte Dispo ins Spiel. Die Bank stellt bei einem Dispositionskredit einen gewissen Verfügungsrahmen bereit, in dessen Höhe du dein Konto überziehen kannst – sprich: Du kannst kurzfristig Geld ausgeben, dass du eigentlich nicht hast. Wie hoch dieser Rahmen ist, hängt von deiner Bonität und der Höhe deiner Umsätze (wie zum Beispiel deinem Gehalt) ab – üblicherweise beträgt der Dispo zwei bis drei monatliche Nettoeinkommen. Nimmst du diesen Dispo in Anspruch, musst du mit hohen Kontoüberziehungsgebühren rechnen. Der Durchschnittszinssatz für Dispokredite in Deutschland lag im Januar 2022 bei 7,2 Prozent.

Die Ratenkauf-Basics

Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit ist außerdem die Ratenzahlung. Hier zahlst du den Gesamtbetrag einer Anschaffung über eine bestimmte Laufzeit ab – wie zuvor beschrieben, läuft das oft auch über eine Kreditkarte. Auch hier werden Zinsen fällig, die auf die monatlichen Raten anfallen. Außerdem kann es sein, dass dir eine Ratenzahlung verwehrt wird, falls deine Bonität nicht ausreicht.

Wenn du dich für einen Ratenkauf entscheidest, solltest du dir darüber bewusst sein, dass der Zinssatz hier höher ist als der für Dispokredite. Am Ende zahlst du deutlich mehr als den Kaufbetrag zahlst. Der Zinssatz bei Ratenzahlung liegt meistens zwischen 10 und 20%. Den festgelegten Betrag zahlst du dann pro Monat in festen Raten zurück und kannst ihn nicht wie bei einem Dispo von Monat zu Monat “mitschleppen“. Du solltest bei einer Ratenzahlung immer darauf achten, ob du die Möglichkeit hast, den Gesamtbetrag auf einen Schlag zu tilgen. So sparst du dir die Zinsen.

Für welchen Anlass macht welcher Kredit Sinn?

Grundsätzlich sollte immer gelten: Kredite in jeder Art empfehlen sich nur, wenn deine finanzielle Situation es dir ermöglicht, sie zuverlässig zu tilgen. Ganz egal, ob es nun eine Kreditkartenrechnung, ein monatlicher Dispo oder eine Ratenzahlung ist. Du solltest dir immer über deine finanzielle Ausgangssituation im Klaren sein und den Überblick behalten.

So macht es Sinn, sich über eine Ratenzahlung Gedanken zu machen, wenn beispielsweise größere Anschaffungen wie ein neues Haushaltsgerät getätigt werden müssen. Gerade wenn die Waschmaschine oder der Laptop plötzlich den Geist aufgeben, ist der Bedarf nach einem neuen Gerät oft hoch. Der Ratenkauf ermöglicht es dir, dringende Anschaffungen zu tätigen, ohne monatelang drauf zu sparen. Heute bieten dir die meisten Onlineshops die Möglichkeit, deinen Einkauf in monatlichen Raten abzubezahlen – oft auch als 0%-Finanzierung.

Der Dispositionskredit, der es dir ermöglicht, Bargeld abzuheben, Überweisungen zu tätigen oder mit der Girokarte zu zahlen, obwohl dein Konto bereits auf 0 steht, ist gerade für Notfälle eine häufig genutzt Möglichkeit. Wenn du dich beispielsweise aus der eigenen Wohnung ausgesperrt hast und den Schlüsseldienst rufen musst, kannst du diese unvorhergesehenen Kosten über deinen Dispo decken. Denn wie es der Zufall so will, passieren solche Vorfälle gerne am Ende des Monats, wenn das Geld ohnehin schon knapp ist.

Die Kreditkarte kann nicht nur im Ausland ein nützliches Zahlungsmittel sein. Wenn du dir sicher bist, dass die Ausgaben auf deiner Kreditkarte nicht deine monatlichen Einnahmen am Monatsende übersteigen, kann die Kreditkarte gerade für kleinere oder mittelgroße Anschaffungen nützlich sein.

Kredit oder kein Kredit – du entscheidest!

Darüber, ob deine Anschaffung wirklich sinnvoll ist, können Außenstehende natürlich nicht entscheiden. Aber du solltest dir immer einen Überblick über deine aktuelle und auch zukünftige finanzielle Lage machen. Wenn sich deine finanzielle Lage auf absehbare Zeit nicht ändern wird, solltest du genau überlegen, ob ein Kredit die passende Lösung ist. Vielleicht ist es auch möglich, die anstehenden Ausgaben zu einem späteren Zeitpunkt zu tätigen oder auf eine bestimmte Anschaffung hinzusparen.

Häufig sind Kreditarten wie Ratenzahlung – egal, ob mit oder ohne Kreditkarte – und auch der Dispokredit der Eintritt in die Schuldenfalle, da die Flexibilität und kurzfristige Verfügbarkeit der Finanzierungsmittel sehr verlockend scheinen. Gerade bei einem Dispo, auf den viele Menschen am Ende des Monats zurückgreifen, besteht die Gefahr, dass eine Dispo-Spirale entsteht und die Kontoüberziehung von Monat zu Monat mitwandert.

Wenn du in eine Situation gekommen, in der du eine Ratenzahlung, einen Dispo oder Kreditkartenschulden nicht vermeiden kannst, weil es finanziell etwas eng ist, kann dir Anyfin helfen, deine Zinsen zu senken. Schick uns einfach eine Anfrage und wir prüfen individuell, ob wir deine Kreditkosten senken können. Wenn wir sehen, dass wir dir einen besseren Zinssatz anbieten können, bekommst du ein Angebot von uns – hast du es angenommen, werden deine Schulden bei deinem bisherigen Kreditgeber abbezahlt. Du zahlst als Anyfin-Kunde dann weniger Zinsen.

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Repräsentatives Beispiel gemäß §6 PAngV:

Repräsentatives Beispiel gemäß §6 PAngV: Wenn ein Darlehen in Höhe von 1.500 € wie im folgenden Beispiel an Anyfin übertragen wird, betragen die Einsparungen für ⅔ der Kunden 53 €. Der variable Zinssatz sinkt von 13 % auf 9,88%. Die neuen monatlichen Kosten betragen dann 69 € mit einer Rückzahlungsfrist von 24 Monaten, der effektive Zinssatz 10,34 % und der Gesamtbetrag für die Rückzahlung 1.660 €. Der Kunde erhält nur dann ein Angebot, wenn der vorherige Zinssatz gesenkt werden kann. Anyfin verlängert dabei niemals die Rückzahlperiode. Kreditvermittlung durch die Anyfin Germany GmbH an die Erik Penser Bank AB, Apelbergsgatan 27, Box 7405, 10391 Stockholm.

Der Maximalbetrag aller übernommenen Kredite beträgt 20.000 € pro Kunde. Die Laufzeit des Kredits liegt zwischen 2 - 120 Monaten, abhängig von der Laufzeit des bestehenden Kredits. Der Sollzinssatz liegt zwischen 3,95 % - 19 %. Der effektive Zinssatz kann mindestens 3,95 % und höchstens 20,84 % betragen.