Wie funktioniert eine Kreditkarte?

Die Kreditkarte ist schnell gezückt, aber wie funktioniert sie eigentlich? Was sind die Vor- und Nachteile?

5. Juli 2022

Mann auf Balkon

Der nächste Urlaub steht vor der Tür und es stellt sich wie immer die Frage: Wie läuft das eigentlich mit dem Bezahlen vor Ort?

Wenn vor Jahren der erste Weg angekommen im Urlaubsort zur Wechselstube führte, ist die Kreditkarte mittlerweile das gängigste Zahlungsmittel im Ausland. Denn im Gegensatz zur Girokarte werden Kreditkarten in fast allen Ländern problemlos akzeptiert. Für einige Buchungen, wie beispielsweise in Hotels oder bei Autovermietungen, ist die praktische Plastikkarte sogar ein Muss und dient als Sicherheit.

Und auch in Deutschland nimmt die Nutzung von Kreditkarten zu. Denn besonders beim Online-Shopping kann sie nützlich sein, da Bestellungen im Vergleich mit Bezahlmethoden wie Lastschrift oder Vorkasse direkt ausgelöst werden.

Doch bei der Anschaffung einer Kreditkarte gibt es einige Faktoren und Unterschiede, die du unbedingt beachten solltest.

Dreierlei Kreditkarten

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Kreditkarten: die Prepaid-Karte, die Charge-Kreditkarte und die Revolving-Kreditkarte. Eine Debitkarte, auch wenn sie über das VISA- oder Mastercard-System läuft, ist keine Kreditkarte.

Einfach erklärt, unterscheiden sich die drei Kreditkartentypen darin, wie und wann sie dein Konto belasten – und natürlich in weiteren Konditionen wie Gebühren und eventuellen Zinsen. Ein Überschuldungsrisiko besteht jedoch ausschließlich bei der Charge- und Revolving-Kreditkarte.

Das Charge-Verfahren hat den Vorteil, dass dir deine Bank für einen definierten Zeitraum einen zinsfreien Kredit gewährt. Bei der Abrechnung muss jedoch sichergestellt sein, dass das verknüpfte Konto ausreichend gedeckt ist – sonst werden teure Überziehungszinsen fällig.

Die Revolving-Kreditkarte funktioniert anders: Hier hast du die Möglichkeit, die Kreditkartenabrechnung in eine Ratenzahlung umzuwandeln. Klingt erst einmal nach der maximalen Flexibilität, wird aber schnell teuer.

Denn genau diese Flexibilität lassen sich die meisten Anbieter teuer bezahlen. Denn der Restbetrag, den du noch nicht abbezahlt hast, läuft mit oftmals hohen Zinsen weiter (bis zu 20 Prozent) – solange, bis du den Gesamtbetrag begleichst. Vorteil der Revolving-Kreditkarte: Du musst kein neues Konto eröffnen, wenn du dieses eigentlich nicht benötigst. Die Kreditkartenabrechnung läuft einfach über dein aktuelles Girokonto.

Doch wenn du über die Anschaffung einer Kreditkarte nachdenkst oder auch bereits eine besitzt, lohnt es sich verschiedene Anbieter miteinander zu vergleichen, um genau bewerten zu können, welche Leistungen für dich relevant sind.

Grundgebühr: Mit oder ohne?

Im ersten Schritt solltest du prüfen, ob das herausgebende Institut eine Grundgebühr für die Nutzung der Kreditkarte verlangt. Viele Kreditkarten sind kostenfrei, bei anderen Anbietern fallen Jahresgebühren von teilweise über 130 Euro an. Einige Kreditkarten-Institute fordern für die kostenlose Nutzung jedoch einen monatlichen Mindestgeldeingang. Dieser liegt oft bei mindestens 700 Euro.

Noch teurer wird es in Sachen Grundgebühr, wenn du dich für die Silber- oder Gold-Variante entscheidest. Zwar kannst du mit diesen Karten von Bonusprogrammen (z.B. Cash-Back, Flugmeilen) oder zusätzlichen Leistungen wie Versicherungen (z.B. Reise-, Kfz-Versicherungen) profitieren, du solltest aber genau abwägen, ob du dieses Angebot in Anspruch nimmst.

Wir würden sagen: Eine Jahresgebühr lohnt sich nur, wenn du Extra-Leistungen erhältst und diese auch nutzt. Aber auch hier gilt, der Vergleich lohnt sich. Denn besonders bei Versicherungen kommst du oftmals günstiger weg, wenn du diese separat abschließt. Andere Extras, wie beispielsweise Cash-Back, wodurch du beim Bestellen im Internet Geld sparen kannst, oder die Möglichkeit über die Kreditkarte Meilen zu sammeln, können sich abhängig von deinem Nutzungsverhalten lohnen.

Auch wenn du eine scheinbar kostenfreie Kreditkarte gefunden hast, bedeutet das nicht, dass nicht andere versteckte Kosten anfallen.

Gebühren-Check besonders bei der Nutzung im Ausland wichtig

Wenn du planst, die Kreditkarte im Ausland zu nutzen, solltest du dich über mögliche Transaktionsgebühren informieren. Denn sowohl Geldabheben als auch Bezahlen in Geschäften oder Restaurants können teuer werden, wenn dein Anbieter dafür Gebühren verlangt: Beim Bezahlen kostet der Einkauf oder Restaurantbesuch so schnell bis zu 2 Prozent mehr und am Geldautomaten wird es sogar noch teurer. Bis zu 5 Prozent werden unter Umständen auf den ursprünglichen Betrag draufgeschlagen.

Zudem solltest du bei der Nutzung im Ausland immer darauf achten, dass du in der jeweiligen Landeswährung bezahlst. Ein ungünstiger Wechselkurs und hohe Transaktionsgebühren treiben den Preis sonst schnell um 10 Prozent in die Höhe.

Doch auch bei der Nutzung in Deutschland gibt es Faktoren, die du beachten solltest: Funktioniert deine Kreditkarte nach dem Ratenzahlprinzip (Revolving-Kreditkarte), dann lohnt es sich, den effektiven Jahreszins miteinander zu vergleichen, die bei der Bezahlung in Raten anfallen. Unser Tipp – wenn es der Kontostand ermöglicht. Vermeide die Ratenzahlung und begleiche den Gesamtbetrag auf einen Schlag, damit du dir die teuren Zinsen sparst. Zudem ist es wichtig, dass du das mögliche Zahlungsziel deiner Kreditkarte einhältst. So vermeidest du zusätzliche Mahngebühren.

Der Zusammenhang zwischen Kreditkarten und Schufa

Bei der Anschaffung einer Kreditkarte solltest du auch immer im Hinterkopf haben, dass diese einen Einfluss auf deinen Schufa-Score haben kann. Denn nicht nur dein Zahlungsverhalten, sondern auch die Anzahl an Kreditkarten können sich unter Umständen negativ auf deinen Bonitätsscore auswirken.

Wichtig zu wissen ist: Bereits der Antrag auf eine Kreditkarte wird bei der Schufa registriert und gespeichert. Denn der Kreditkartenanbieter holt sich bei jeder Anfrage Informationen direkt bei der Schufa ein und fragt die Kreditwürdigkeit des Bewerbers ab. Nach positivem Entscheid des Anbieters erhält der Kunde die Kreditkarte und bei der Schufa wird der Vermerk „CC“ hinterlegt. Wofür die Kreditkarte verwendet wird, ist der Schufa nicht bekannt. Bei mehreren Kreditkarten werden dementsprechend mehrere Vermerke angelegt. Die Anzahl der Kreditkarten und auch Unregelmäßigkeiten, wie beispielsweise eine Überziehung, die sich mit der jeweiligen Karte in Verbindung bringen lässt, können zu einer Abwertung des Schufa-Scores führen.

Daher raten wir, die Anschaffung von mehreren Kreditkarten zu überdenken. Es steigt nicht nur das Überschuldungsrisiko – denn die Kreditkarte ist schnell gezückt und es ist leicht, den Überblick zu verlieren. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass dein Schufa-Score negativ beeinflusst wird, nimmt zu. Die Schufa-neutrale Lösung ist die Prepaid-Karte. Diese hat keinen Einfluss auf deinen Score und wird nicht in der Akte vermerkt.

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