Konto überzogen: Alles, was du wissen musst

Du bist in den Dispo gerutscht? Was passiert jetzt? Mit diesen Tipps holst du dein Konto wieder ins Plus

4. November 2021

Konto überzogen: Alles, was du wissen musst

Deine Spülmaschine ist kaputt, deine Katze muss zum Tierarzt, dein Fahrrad wurde geklaut, deine Nebenkostenabrechnung ist frech. Irgendwie wird alles teurer, aber du verdienst nicht automatisch mehr. Und zack, bist du im Dispo gelandet. Ja, das kann passieren. Und das passiert sogar recht vielen Menschen. 5,6 Millionen Menschen in Deutschland haben schon mal ihr Konto überzogen. Was von den Banken eigentlich für den Notfall gedacht ist, ist für viele Menschen Alltag. Aber Vorsicht - der Dispo kostet extra. Und das kann sich auf Dauer ziemlich läppern.

Was heißt eigentlich Dispo?

Das Wort Dispo ist eine Abkürzung und steht für: Dispositionskredit. Du hast richtig gelesen, es handelt sich dabei um einen Kredit, einen Überziehungskredit für dein Girokonto, um genau zu sein. Banken gewähren ihren Kunden diese Art von Kredit, falls die Kunden mal mehr Geld benötigen, als sie besitzen. Sie erhalten also die Möglichkeit, mehr Geld auszugeben als der aktuelle Saldo ihres Konto anzeigt und das so oft sie wollen. Jedoch ist das ganze durch die sogenannte Dispositionskreditlinie oder auch den Disporahmen gedeckelt. Man kann also sein Konto also nicht endlos überziehen. Meistens ist die Kreditlinie abhängig von dem Einkommen des Kunden.

Nutzt du den Dispo, überziehst du dein Konto. Es rutscht ins Minus. Und das bedeutet, dass du ab dem 1. Cent Schulden bei deiner Bank hast. Um dein Konto überziehen zu können, muss die Bank jedoch vorher einen Dispositionskredit genehmigen. Wenn du regelmäßig auf dein Girokonto einzahlst, wird dir in der Regel automatisch ein Disporahmen genehmigt. Am besten schaust du mal in deine Bankunterlagen, um deinen Dispo zu checken. Hat auch dein Girokonto einen Dispo, kannst du diesen so oft du möchtest nutzen und so lange du willst. In deiner Schufa ist allerdings der gesamte Disporahmen vermerkt, egal ob er genutzt wird oder nicht. Und auch sonst bringt der Dispo weitere Nachteile mit sich.

Was passiert, wenn ich mein Konto überzogen habe?

Klar, es gibt immer wieder Situationen, mit denen man nicht rechnet oder für die man nicht gespart hat. Vielleicht war noch keine Zeit oder kein Einkommen da, um einen Notgroschen aufzubauen. Und das ist auch erstmal nicht weiter tragisch. Denn dafür ist ja der Dispositionskredit da. Doch wenn du dir etwas leihst, musst du dafür auch eine Gegenleistung bringen.

Wenn du also dein Konto überziehst und im Dispo gelandet bist, fallen Zinsen an. Selbst, wenn du nur für einen Tag in den Miesen steckst. Wieviel Zinsen du zahlen musst, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Meist belaufen sich die Überziehungszinsen auf 6-15 %. Das kann schnell teuer werden. Falls du also häufig dein Konto überziehst oder sogar regelmäßig mit dem Dispo “planst”, vergleiche am besten noch heute die Konditionen unterschiedlicher Banken. Denn so kannst du schon mal ordentlich sparen.

Gut zu wissen: Um den Dispo nutzen zu können, musst du keinen Vertrag unterschreiben. Die Bank räumt ihn dir im Regelfall automatisch ein und du stimmst den Konditionen durch die erste Überziehung zu. Das geschieht bei vielen Menschen aus Versehen und oft wird dieser Extra-Service erst entdeckt, wenn die Kostenabrechnung der Bank kommt. Und da diese häufig quartalsweise gemacht wird, zahlen viele für ihren Dispo schon mal drei Monate lang Zinsen, ohne es mitzubekommen. Es ist also wichtig, dass du nachsiehst, welche regelmäßigen Zahlungen auf deinem Konto ein- und ausgehen.

Achtung: Falls du dein Konto sogar über den Disporahmen hinaus überziehst oder du gar keinen Dispo hast, wird es sogar noch teurer für dich. Bis zu 18 % Überziehungszinsen können jetzt anfallen und deine Bank fordert dich auf, dein Konto auszugleichen. Passiert dies nicht, kann die Bank im schlimmsten Fall dein Konto sperren und dich auch noch bei der Schufa melden. Schau also am besten mal nach, wie die Konditionen deiner Bank im Falle einer Kontoüberziehung sind.

Für den Fall, dass du dein Konto aus dem Minus holen möchtest und die fiesen Zinsen loswerden willst, haben wir ein paar Tipps für dich zusammengestellt, mit denen du deinen Dispo ausgleichen kannst.

Welche Möglichkeiten gibt es bei einer Kontoüberziehung?

Zunächst einmal: Keine Panik! Ein überzogenes Konto ist nicht dramatisch. Es gibt sogar verschiedene Möglichkeiten, wieder ins Plus zu kommen, ohne zum nächsten Lotto-Stand laufen zu müssen oder zwei Wochen auf dein Abendessen zu verzichten. Aber klar, oberstes Ziel ist es, das Konto so schnell wie möglich wieder auszugleichen.

Schuldentilgung möglich?

Überleg als Erstes, ob du eventuell noch Geld auf einem Konto hast, was du zum Ausgleich deines Dispos nutzen kannst. Ein altes Sparbuch, ein Tagesgeldkonto, deine Urlaubskasse? Es lohnt sich auf jeden Fall, deinen Dispo so schnell wie möglich zu tilgen und dir so die Überziehungszinsen zu sparen. Diese Lösung klingt fast zu naheliegend, aber es kommt doch recht häufig vor, dass ein altes Sparkonto in Vergessenheit geraten ist.

Wenn du leider kein verstaubtes Sparbuch findest, kannst du vielleicht ungenutzte Sachen verkaufen. Mach einen kleinen Flohmarkt oder miste deine alten Handys aus. Vielleicht findet sich ja noch was in der ein oder anderen Schublade.

Günstigere Konditionen aushandeln

Auch wenn das vielleicht unangenehm klingt: Nimm Kontakt mit deiner Bank auf und frage, ob es möglich ist, deine Dispozinsen zu senken. Erkläre, dass du deinen Dispo ausgleichen möchtest und du nach einer Lösung suchst, wie du dies schnell und günstig machen kannst. Eventuell hat deine Bank einen guten Vorschlag und kann die Zinsen senken. Und bitte schäme dich nicht, nach Hilfe zu fragen. Bankmitarbeiter haben garantiert schon alle Arten von überzogenen Konten gesehen, die man sich vorstellen kann. Es ist ein nobler Zug von dir, dein Konto ausgleichen zu wollen. Also trau dich.

Umschuldung des Dispokredits

Du nimmst einen Ratenkredit auf. Jawohl, noch ein Kredit. Aber keine Sorge, dieser ist dazu da, deine Ausgaben zu minimieren. Denn es gibt Ratenkredite, die deutlich niedrigere Zinsen haben als dein Dispositionskredit bei deiner Bank. Und mit so einem Kredit könntest du dein Konto ins Plus holen und dann monatlich deinen neuen Kredit abbezahlen. Zu günstigeren Konditionen. Vor allem bei höheren Schulden bietet sich diese Lösung an. Aber hier ist wichtig zu wissen, dass du deine Schulden in einer monatlichen Rate abbezahlen musst.

Nutzt du die Umschuldung, um dein Konto ins Plus zu holen, vermeide unbedingt wieder in den Dispo zu rutschen! Also wähle deinen Kredit so, dass du ein finanzielles Polster nach der ersten Rate übrig hast. Und vor allem: Prüfe die Konditionen und rechne aus, ob und wieviel Geld du bei einer Umschuldung per Kredit sparen kannst.

Wie du mit Anyfin deinen Dispo loswerden kannst

Unsere Vision ist es, den Menschen die Kontrolle über ihre Finanzen zu geben. Und die hört auch nicht beim Dispo auf. Wir bieten dir auch für deinen Dispo eine Refinanzierung an, die ganz individuell auf deine finanziellen Möglichkeiten angepasst ist. Bei uns erhältst du einen strukturierten Ratenplan, mit dem du deine Schulden Schritt für Schritt zurückzahlen kannst und so aus dem Minus kommst.

Refinanzierst du deinen Dispo über uns, kannst du ein Lastschriftmandat einrichten, Sonderzahlungen leisten, deinen Zahlungsplan monatlich anpassen oder direkt alles abbezahlen. Ganz wie es für dich und deine monatlichen Finanzen am besten passt. Und falls es mal wieder zu einem Notfall kommen sollte und du das Geld dringend für etwas anderes benötigst, kannst du bei uns bis zu zwei Ratenpausen pro Jahr einlegen, ohne extra zahlen zu müssen.

Wie das Ganze funktioniert? Schick uns einfach auf www.anyfin.de oder über die Anyfin App eine unverbindliche Anfrage. Dazu machst du ein Foto oder einen Screenshot von deinem Saldo, so dass wir sehen können, wie viel du im Minus bist. Du erhältst dann ein Angebot mit deinem individuellen Zinssatz und einem Ratenplan, der zu deiner persönlichen Lage passt. Wir wollen dir helfen, von deinen Schulden loszukommen und deine Finanzen auf Vordermann zu bringen. Also keine Panik bei einer Kontoüberziehung. Es gibt immer einen Weg ins Plus.

Zu guter Letzt: Egal, welchen Weg du wählst, wir können dir nur raten, deinen Disporahmen nach der Tilgung zu senken. Du musst ihn natürlich nicht komplett von deiner Bank streichen lassen. Notfälle können immer wieder passieren. Aber vielleicht hilft dir der niedrigere Disporahmen ja ein wenig, dich und deine neue Disziplin zu unterstützen und so nicht wieder in einem überzogenen Konto zu landen.

Wenn dir das alles zu kompliziert klingt, kannst du dich außerdem immer auch bei den Verbraucherzentralen oder einer Schuldnerberatung melden. Dort kannst du dir zu jeder finanziellen Lage Tipps und Hilfe holen. Natürlich kannst du auch uns gerne jederzeit kontaktieren. Wir helfen dir gerne weiter, deinen Dispo zu tilgen oder deine Kredite zu refinanzieren. Wir finden bestimmt eine Lösung und können dir beim Sparen helfen. Melde dich einfach bei unserem Kundenservice im Chat, per E-Mail unter hallo@anyfin.de oder per Telefon unter 030 31199988.

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Repräsentatives Beispiel gemäß §6 PAngV:

Repräsentatives Beispiel gemäß §6 PAngV: Wenn ein Darlehen in Höhe von 1.500 € wie im folgenden Beispiel an Anyfin übertragen wird, betragen die Einsparungen für ⅔ der Kunden 53 €. Der variable Zinssatz sinkt von 13 % auf 9,88%. Die neuen monatlichen Kosten betragen dann 69 € mit einer Rückzahlungsfrist von 24 Monaten, der effektive Zinssatz 10,34 % und der Gesamtbetrag für die Rückzahlung 1.660 €. Der Kunde erhält nur dann ein Angebot, wenn der vorherige Zinssatz gesenkt werden kann. Anyfin verlängert dabei niemals die Rückzahlperiode. Kreditvermittlung durch die Anyfin Germany GmbH an die Erik Penser Bank AB, Apelbergsgatan 27, Box 7405, 10391 Stockholm.

Der Maximalbetrag aller übernommenen Kredite beträgt 20.000 € pro Kunde. Die Laufzeit des Kredits liegt zwischen 2 - 120 Monaten, abhängig von der Laufzeit des bestehenden Kredits. Der Sollzinssatz liegt zwischen 3,95 % - 19 %. Der effektive Zinssatz kann mindestens 3,95 % und höchstens 20,84 % betragen.