Steigende Privatverschuldung, schrumpfende Finanzpolster: 53 Millionen Deutsche wollen handeln

Anyfin AB13. Februar 2023

Steigende Privatverschuldung, schrumpfende Finanzpolster: 53 Millionen Deutsche wollen handeln

Repräsentative Umfrage zu finanzieller Gesundheit der Deutschen zeigt: Die angespannte Lage der privaten Haushalte veranlasst Menschen zum Handeln.

  • 63 % der Deutschen wollen ihre Schulden 2023 anders angehen als vorher, zum Beispiel ihre Schulden schneller abbezahlen.
  • 12 % gehen davon aus, dass sich ihre Privatverschuldung 2023 erhöhen wird.
  • 30 % können unerwartete Ausgaben über 1.000 Euro nicht stemmen, ohne sich Geld von der Familie oder Freunden zu leihen oder einen Kredit aufzunehmen.
  • Geschlechterunterschiede beim Tabuthema Finanzen: Jeder fünften Frau fällt der Austausch mit anderen über die eigenen Finanzen schwer, aber nur jedem zehnten Mann.

Berlin, Februar 2023 – Selten war das Thema persönliche Finanzen so allgegenwärtig wie heute. Die Lebenshaltungskosten befinden sich noch immer auf einem hohen Niveau, die Reallöhne sind 2022 laut Statistischem Bundesamt so stark gesunken wie noch nie, und langsam, aber sicher, trudeln auch die jährlichen Strom- und Gasrechnungen ein. Dies führt dazu, dass die Menschen weniger Geld zur Verfügung haben, ist gleichzeitig aber auch für die Mehrheit der Deutschen ein Anlass zum Handeln. Das zeigt eine repräsentative Studie zur finanziellen Gesundheit der Deutschen, die YouGov im Auftrag von Anyfin, der App für persönliches Schuldenmanagement, durchgeführt hat.

Deutsche sind knapp bei Kasse

12 % der Deutschen gehen davon aus, dass sich ihre Privatverschuldung 2023 aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten erhöhen wird. Fast jeder Dritte (30 %) kann unerwartete Ausgaben über 1.000 Euro nicht stemmen, ohne sich Geld von der Familie oder Freunden zu leihen oder einen Kredit aufzunehmen. Die eigene finanzielle Situation wirkt sich bei mehr als der Hälfte der Deutschen (55 %) auf die physische und psychische Gesundheit aus. Der Anteil derjenigen, die aufgrund der eigenen Finanzen beispielsweise an Stress, Schlafstörungen, Zukunftsängsten oder Konzentrationsschwierigkeiten leiden, ist seit Juli 2022 um 17 % gestiegen.

Die Lage der privaten Haushalte ist also nach wie vor angespannt. Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass in jeder Krise eine Chance zur Veränderung besteht. Rund zwei von fünf Deutschen (41 %) geben an, dass sie ihre Kredite derzeit nach dem Plan abbezahlen, den der Kreditgeber ihnen vorgeschlagen hat. Allerdings: Dies wollen knapp zwei Drittel (63 %) im Jahr 2023 ändern. Dazu zählt zum Beispiel, dass sie planen, ihre Schulden schneller abzubezahlen (23 %), ihre monatliche Zahlung zu erhöhen (9 %) oder ihre Konditionen neu zu verhandeln (8 %). Einige planen aber auch, ihre monatliche Zahlung zu senken (12 %) oder eine Ratenpause einzulegen (10 %).

Reden über Geld: Geschlechterunterschiede

“Dass derzeit so viel über persönliche Finanzen berichtet wird, ist auch eine Chance, das Thema endlich aus der Tabuecke herauszuholen”, sagt Nickie Povel, CMO von Anyfin. “Der Anteil der Deutschen, die sich für ihre eigene finanzielle Situation schämt, ist seit Juli 2022 um etwa ein Drittel gesunken. Entsprechend fällt es weniger Menschen schwer, sich mit anderen über die eigenen Finanzen auszutauschen: Der Anteil derjenigen, die nur ungern mit anderen über die eigenen Finanzen sprechen, ist im Vergleich zum Sommer um immerhin drei Prozentpunkte zurückgegangen. Hier gibt es frappierende Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während jeder fünften Frau der Austausch schwerfällt, ist es nur jeder zehnte Mann. Anyfin will dazu beitragen, das große Schweigen über Geld zu brechen. Wenn das gleichzeitig dazu führt, dass sich Frauen und Männer gleichermaßen wohl fühlen, wenn sie über ihre Finanzen sprechen, ist das ein wertvoller Beitrag.”

Über die Studie

Das Marktforschungsinstitut YouGov hat im Auftrag von Anyfin 1.013 Deutsche von 18 bis 54 Jahren vom 22. Dezember 2022 bis 2. Januar 2023 nach der CAWI-Methode befragt. Die Daten wurden nach den Dimensionen Geschlecht, Alter und Geografie auf der Grundlage einer Idealgewichtung des Statistischen Bundesamtes gewichtet, sodass die Ergebnisse repräsentativ für die Bevölkerung in Bezug auf die genannte Zielgruppe sind. Die Studie wird vierteljährlich in den 4 Ländern durchgeführt und umfasst immer mindestens 1.000 Befragte pro Land pro Quartal.

Über Anyfin

Anyfin ist eine App für persönliches Schuldenmanagement. Das Fintech-Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die finanzielle Situation der Menschen mithilfe von Künstlicher Intelligenz zu verbessern. Kernprodukt ist die Refinanzierung bestehender Konsumkredite zu besseren Konditionen auf der Grundlage des tatsächlichen Risikoprofils der Verbraucherinnen und Verbraucher. Im Schnitt senkt Anyfin die Kreditkosten seiner deutschen Kundinnen und Kunden um 33 %. Das Unternehmen ist neben dem Heimatmarkt Schweden und Deutschland auch in Finnland und Norwegen aktiv. Im 2022 eröffneten Büro in Berlin arbeiten derzeit 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Pressekontakt

Katharina Hardt
katharina@anyfin.com
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Konditionen (bonitätsabhängig): Nettodarlehensbetrag aller refinanzierten Darlehen pro Kunde 10,00 € bis 20.000,00 €, effektiver Jahreszins 7,87 % - 20,82 %, variabler Sollzinssatz p. a. 7,60 % - 19.06 %, Laufzeit in Monaten/Anzahl Raten 1 bis 120, monatliche Rate 10,06 € bis 374,13 €, zu zahlender Gesamtbetrag 10,06 € bis 44.895,52 €.

Repräsentatives Beispiel gemäß § 17 Abs. 4 PAngV:

Nettodarlehensbetrag 1.500,00 €, effektiver Jahreszins 12,30 %, variabler Sollzinssatz p.a. 11,66 %, Laufzeit in Monaten/Anzahl Raten 36, monatliche Rate 49,58 €, zu zahlender Gesamtbetrag 1.784,73 €. Bonität vorausgesetzt. Darlehensgeber: Erik Penser Bank AB, Apelbergsgatan 27, Postfach 7405, SE-103 91, Stockholm, Schweden